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Tag 19-20, Andrijevica-Vlorë

October 10, 2013

tag_19-20  Tag 19, 19.8, Andrijevica-Durrës

Nach mehr als einer Woche im Ökodorf, war es doch langsam an der Zeit, weiter zu ziehen. Ein Bekannter von A.s Familie fuhr nach Podgorica und nahm mich bis dahin mit. Allerdings mussten wir nach einer halben Stunde anhalten, weil ich Transporter in einen Bach gefallen war und seine Ladung geborgen wurde.
Auf dem weiteren Weg nach Podgorica fuhren wir an malerische schroffer Berglandschaft vorbei durch die ebenfalls die Eisenbahnlinie Belgrad-Podgorica-Bar führt. Diese Fahrt würde ich jedem Eisenbahnfan wärmstens empfehlen. Nach 90 Minuten Wartezeit am Rand von Podgorica, nahm mich ein Mann mit, der mir auch ein Eis kaufte. Er fuhr mich nach Bar. Dort konnte ich mit einem frisch verheiratetem Pärchen (Andy aus Italien und Magda aus Polen) in ihrem noch dekorierten Auto mit nach Durrës, wo Andy seine Familie besuchte.

Diese hatte ein großen Haus und ich wurde eingeladen, über Nacht zu bleiben. Die Mutter schien nicht ganz froh…..aber die anderen versicherten mir mehrmals, es sei OK.

Als wir dann in Albanien waren, wurde ich sofort an den Iran erinnert. Der Verkehr ist einfach verrückt, es gibt keine Regeln. Supermärkte gibt es zwar, aber auch sehr viele Straßenverkäufer und kleine Tante-Emma-Läden. Es wachsen Palmen, Feigenbäume und es gab klarer sonnenverwöhnten Himmel. Die Mehrheit der Fahrer haben ihr Fernlicht an und Leute laufen mit dunklen Klamotten nachts auf der Autobahn herum. Am Straßenrand wir so ziemlich alles verkauft von Gemüse und Obst bis zu Hühnern, Ziegen und Kühen.

Die Albaner lieben auch Mercedes. Wo man auch hinsieht, es gibt Unmengen neuer Benz’.

Andrijevica (J) – Durrës, 299km, 9h, 4 Autos

Tag 20, 20.8, Durrës-Vlorë

Andy erzählte mir  tausendfach, es sei unmöglich in Albanien zu trampen. Also fuhr er mich an einen Busbahnhof, der an einer Autobahnauffahrt war, da ich darauf bestand, es wenigstens zu versuchen (alle Internetquellen zeichnen nämlich ein gegenteiliges Bild). Ich lief also auch die Autobahn entlang, bis ich zu einer guten Stelle kam, wartete 15 Minuten und ein Auto hielt – easy. Von wegen unmöglich. Nichts ist unmöglich. Die nächsten Male wartete ich fünf Minuten und 10 Sekunden. Der letzte Typ fuhr mich dann nach Vlorë. Er war cool drauf, kam aus Mazedonien und lebt aber nun in Belgien. Er berichtete mir von der albanischen Polizei. Man kann ihnen einfach 200 Lek (ca. 1,60€) geben und sie sind glücklich, denn mit dem Geld könnte man 8 Kugeln Eis, 4 Burek oder 2 Pizzen kaufen. Außerdem scheint ihnen auch alles egal zu sein. Als wir auch angehalten wurde, weil mein Fahrer nicht angeschnallt war, zuckte der Polizist nur mit den Schultern und ließ uns ohne Mittagsgeld fahren.

Durrës (K) – Vlorë (L), 116km, 2h, 3 Autos

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From → Albanien, Montenegro

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