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Tag 5-6, Banovsho jezero, Ćela

October 7, 2013

tag_5-6  Tag 5, 5.8, Koprivnica-Banovsho jezero (G)

Nach einem entspannten Morgen, begab ich mich um elf Uhr wieder zum Trampen. Das Problem war nur, dass der fünfte August ein hoher kroatischer Feiertag ist. Der Tag des Sieges geht auf die Eroberung der serbischen Stadt Knin im Jahre 1995 zurück. Fast niemand war auf den Straßen unterwegs und ich wartete stundenlang an einer Bushaltestelle eines kleinen Dorfes. Wenigstens gab es dort einen Pflaumenbaum.

Sowieso kann man eigentlich im Balkan nicht verhungern, weil überall Obstbäume herumstehen.

Es sollte das erste Mal von einigen sein, dass ich von Franzosen “gerettet” bzw. mitgenommen wurde. Zusammen mit dem Pärchen suchten wir einen netten Platz, wo wir die Nacht verbringen konnten und entschieden uns für den Banovsho See, in der Nähe von Kutina.

Koprivnica (F) – Banovsho jezero (G), 135km, 6h, 5 Autos

Tag 6, 6.8, Banovsho jezero-Ćela (H)

Zusammen aßen wir Frühstück und gingen in Kutina einkaufen, bevor sie mich in der Nähe der kroatisch-bosnischen Grenze absetzten.

Dort hielt mich dann die Polizei an und behauptete Trampen sei in Kroatien verboten und wird mit Geldstraßen von …. kurze Denkpause … einhundert Euro geahndet; ich solle sofort die Grenze nach Bosnien überqueren, weil es dort erlaubt ist. Weil ich keinen Ärger mit diesen korrupten Deppen wollte, blieb mir also nichts anderes übrig, als die Grenze zu passieren und einen Umweg in Kauf zu nehmen (ursprünglich wollte ich sie woanders überqueren).

Nachdem ich dann die EU-Außengrenze hinter mir ließ, brauchte ich kein Auto anhalten, ein Fahrer – er sprach Französisch – hielt von alleine an. Er brachte mich zu einem Markt (polenmarkt Style). Ein Verkäufer würde mich weiter Richtung Prijedor nehmen, also wartete ich zwei Stunden dort. Es schienen nicht viele Kunden dort zu sein, aber die Verkäufer hatten trotzdem viel Spaß und scherzten herum.

In Prijedor kaufte ich ein bisschen Essen und lief nach Ćela – einem muslimischen Dorf -, weil ich dachte in der Nähe eines auf der Karte verzeichneten Sees (Ribnak) campen zu können. Als ich zum See lief, hielt ein schwedischer Bosnier an und fragte, ob er mir helfen könne. Er zeigte mir die kleine Moschee und fragte einen Freund (Ferhad), ob ich nicht auf dessen Feld mein Zelt aufschlagen könne.
Später kam Ferhad dann mit seinem Enkel Tarik und bot mir an, in einem leeren Raum seiner ehemaligen Garage zu schlafen.

Banovsho jezero – Ćela (H), 76km, 5,5h, 4 Autos

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